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22.07.2015

Gutachten wirft NRW-Regierung Verschwendung beim Einkauf vor

Land und Kommunen verschwenden einem Gutachten zufolge Jahr für Jahr Millionen bei Auftragsvergaben und Einkäufen. Nach einer Analyse der Beratungsgesellschaft „Kerkhoff Consulting“ im Auftrag der FDP-Landtagsfraktion könnte allein der Landeshaushalt um jährlich 231 Millionen Euro entlastet werden, wenn Waren und Dienstleistungen zentraler, billiger und bedarfsgerechter eingekauft würden.

„Wenn Aldi oder Metro in gleicher Weise einkaufen würden wie das Land, gäbe es sie in sechs Monaten nicht mehr“, sagte Berater Gerd Kerkhoff. So werde die Reinigung von Treppen oder die Pflege von Rasenflächen bezahlt, obwohl es sie manchmal gar nicht mehr gäbe. Ausschreibungen würden seit Jahren nicht angepasst. Der konsequente Vergleich von Preisen oder Lieferantenleistungen unterbleibe ebenso wie ein landesweites Einkaufscontrolling.

FDP-Fraktionschef Christian Lindner forderte die Einführung einer zentralen Einkaufsstelle. Das Land NRW als einer der größten Einkäufer in Deutschland mit einem Jahresvolumen von 12  Milliarden Euro müsse sorgsamer bei seinen Ausgaben werden. Zudem solle eine Servicestelle für den kommunalen Einkauf gegründet werden. Laut Gutachten könnten auch die Städte und Gemeinden in NRW jährlich 717 Millionen Euro sparen.

Das Finanzministerium wies die Vorwürfe zurück: „In allen Bereichen, in denen eine Zentralisierung sinnvoll ist, haben wir den Einkauf professionell konzentriert.“ Die Öffentliche Hand könne aufgrund bundes- und europarechtlicher Vorgaben nicht immer so einkaufen wie die Privatwirtschaft.

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